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Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Thomas Wustrow
Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Kornmesser
Prof. Dr. med. Dr. med. h.c. mult. H. P. Zenner
und Kollegen

HNO
Gemeinschaftspraxis

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Allergiker – Risiko exotisch gewürzte Speisen

Allergiker sollten bei Reisen in exotische Länder Gewürze als Risikofaktor bedenken.

Patienten, die unter einer atopischen Dermatitis leiden, sollten stark gewürztes Essen, vor allem mit ihnen unbekannten Gewürzen, meiden, denn Gewürze können eine cholinergische Urtikaria (Nesselsucht) auslösen. Diese äußert sich in Form von vielen kleinen, heftig juckenden Quaddeln und einer Hautrötung in der unmittelbaren Umgebung. Auch Patienten, die zu einer Aphtenbildung (kleine schmerzhafte Entzündungen) im Mund neigen, sollten Gewürze wie Curry, exotische Pfeffersorten oder Paprika meiden, denn diese begünstigen das Wiederauftreten von Aphten.

Gewürze können auch Auslöser einer immunologischen Hypersensitivitätsreaktion bei Menschen mit Nahrungsmittelallergien sein: Anfallsweises Erröten (Flush), Quaddeln (Urtikaria) und Juckreiz (Pruritus) ebenso wie eine Verschlechterung eines bestehenden Ekzems können die Folge sein, im Extremfall der allergische Schock. Bei Erwachsenen stellen Sellerie und Meeresfrüchte die häufigsten Auslöser für diese extreme Immunantwort im Rahmen einer Nahrungsmittelallergie dar. Bei Kindern und Jugendlichen stehen jedoch Gewürze als Ursache an dritter Stelle hinter Nüssen und tierischem Eiweiß. Hier ist also eine gewisse Zurückhaltung bei der Auswahl der Speisen auf Reisen anzuraten und Menschen mit bekannter Lebensmittelallergie sollten das Notfallset auf Reisen stets bei sich tragen.

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