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Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Thomas Wustrow
Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Kornmesser
Prof. Dr. med. Dr. med. h.c. mult. H. P. Zenner
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HNO
Gemeinschaftspraxis

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Diabetes Typ-2 - Hauptsache Bewegung

Diabetes Typ-2 und der positive Einfluß von körperlicher Aktivität:

Möglichst viel Bewegung bei Diabetes mellitus senkt das Risiko für Begleiterkrankungen zudem wird das Gewicht stabilisiert und die Bewegung sorgt insgesamt für mehr Lebensqualität.

Lesen Sie Tipps für Diabetiker, wie sie mit Bewegung und sportlichen Aktivitäten ihren Blutzuckerwert positiv beeinflussen und Ihren Insulinbedarf senken können...

Wichtig bei der Bewegung für Diabetiker ist die Regelmäßigkeit einer Belastung – anfangs sind 5 Minuten völlig ausreichend. Steigern Sie die Dauer und Intensität langsam, aber kontinuierlich.

Stufe 1: Steigern Sie Ihre körperliche Aktivität, in dem Sie Besorgungen zu Fuß (anstatt mit dem Fahrrad oder Auto) machen, freuen Sie sich an regelmäßiger Gartenarbeit (im Rahmen Ihrer Möglichkeiten) und Spaziergängen und nehmen Sie die Treppe anstatt der Rolltreppe oder des Lifts. Überlegen Sie, welche Bewegungsmöglichkeiten im Alltag Ihr Aktivitätsprofil steigern können. Idealerweise geraten Sie ein bisschen ins Schwitzen oder sind kurzfristig etwas außer Atem, das heißt der Grundumsatz wird gesteigert.

Stufe 2: Strukturierte Bewegung wie Ausdauertraining (schnelles Gehen, Nordic Walking, Joggen, Radfahren, Schwimmen, Wandern/Skifahren) oder Krafttraining (2 bis 3 Mal pro Woche, individuelles Trainingsprogramm) oder eine Kombination aus beidem. Hier bieten zum Beispiel ambulante Diabetesgruppen oder Herzsportgruppen Trainingsmöglichkeiten an.

Stufe 3: Unterstützende Trainingsprogramme wie Yoga, Ballspiele, Tanzen etc. Sie steigern Ihre Reaktionsfähigkeit, Koordination, Beweglichkeit und beugen so Stürzen und Missgeschicken vor.

Wichtig!

Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt beraten, welches Bewegungsprogramm für Sie geeignet ist, denn bei gewissen Begleiterkrankungen (Koronare Herzkrankheit, Nervenerkrankungen oder Bluthochdruck) sind gewissen Sportarten zu risikoreich. So kann ein Patient mit diabetischer Polyneuropathie (Nervenschäden meist an den Füßen beginnend) gut Radfahren oder Schwimmen, sollte jedoch nicht solche Betätigungen suchen, bei denen ein erhöhtes Risiko für Fußverletzungen existiert.

Grundsätzlich gilt als Voraussetzung, dass Diabetes Typ-2 und Blutdruck gut eingestellt sind und keine diabetischen Fußkomplikationen vorliegen. Auch bestimmte Augenerkrankungen, die bei Diabetikern existieren (Instabile proliferative Retinopathie) besteht bei sportlicher Betätigung ein Risiko für Netzhautblutungen oder -ablösungen, sodass auch hier eine Rücksprache mit dem Augenarzt unerlässlich ist. Der Hausarzt wird Sie auch bezüglich des Hypoglykämie-Risikos (Gefahr der Unterzuckerung) durch Sport beraten.

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