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Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Thomas Wustrow
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HNO
Gemeinschaftspraxis

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Vitamin D – Aufgaben

Welche Aufgaben hat Vitamin D im Körper?

Nachdem die meisten Körperzellen Rezeptoren für Vitamin D aufweisen, hat Vitamin D eine Vielzahl von Aufgaben:

Versorgung von Calcium für die Knochen

Die aktivierte Form des Vitamin D, Calcitriol, bildet mit dem Vitamin-D-Rezeptor einen Komplex, durch den Proteine gebildet werden, die an mehreren Stellen den Calcium- und Phosphat-Haushalt regulieren. Dies erfolgt im Dünndarm durch Transportproteine und damit durch eine vermehrte Aufnahme aus der Nahrung. In der Niere werden auch Transportproteine gebildet, sodass Calcium vermehrt aus dem Harn rückresorbiert (Rückresorption = bereits ausgeschiedene Stoffe werden wieder aufgenommen) wird. In der Nebenschilddrüse wird die Bildung des Parathormon (PTH) direkt gehemmt, sodass die Freisetzung von Calcium aus dem Knochen vermindert wird. Auch das Skelettsystem ist beteiligt, da Calcitriol die Osteoblasten (Zellen, die für die Knochbildung zuständig sind) stimuliert, sodass Proteine gebildet werden, die die Mineralisation des Knochen steigern.

Stärkung der Immunabwehr

Calcitriol steigert aus Keratinozyten und Makrophagen die Bildung des Cathelicidin LL-37, welches die Bakterienwand zersetzt. So ist beispielsweise das Risiko für einen Atemwegsinfekt bei einem Vitamin D Mangel um 36 Prozent erhöht (Ginde et al. 2009), während bei einer täglichen Ergänzung von 25µg Vitamin D pro Tag diese um 90 Prozent  reduziert sind (Aloia et al. 2007).

Verbesserung der Autoimmuntoleranz

Da Vitamin D die T- Helferzellen TH1 zugunsten der TH2 verändert, wirkt sich das schützend auf verschiedene Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose, Diabetes Typ 1, systemischer Lupus erythematodes, Sjögren-Syndrom, Hashimoto Thyreoiditis und die rheumatoide Arthritis aus. Allerdings gibt es hierzu noch keine prospektiven Interventionsstudien.

Antikanzerogener Effekt (Krebs entgegenwirkend)

Calcitriol fördert die Zelldifferenzierung und wirkt antiproliferativ (gegen eine Gewebevermehrung gericht). Hierdurch wird verständlich, dass eine gemäßigte Sonnenexposition die Inzidenz (Häufigkeit) und Mortalität von Brust-, Prostata-, Lungen- und Darmkrebs vermindern soll. Zu erklären ist dies z.B. im Darm, da Vitamin D die Funktionen von Enzymen steigert, die die Krebs fördernde Lithocholsäure abbaut, die nach einer übermäßigen Fettaufnahme beim Abbau der Gallensäuren entsteht.

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