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Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Thomas Wustrow
Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Kornmesser
Prof. Dr. med. Dr. med. h.c. mult. H. P. Zenner
und Kollegen

HNO
Gemeinschaftspraxis

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So beugen Sie einem Burn-out vor

Vor allem auch Ärzte sind mehr als andere Berufsgruppen gefährdet, an einem Burn-out zu erkranken, da ihre Arbeitsleistung ständig und ungeachtet dem eigenen Befinden eingefordert wird. Gekennzeichnet ist dies durch körperliche und emotionale Erschöpfung, einen Verlust an Energie, der zu einem sozialen Rückzug führen kann.

 

Viele von einer Erschöpfung betroffene Menschen fliehen in den Missbrauch von Medikamenten und Alkohol, was in einigen Fällen bis zum Suizid führt. Damit es dazu nicht kommt, sollten Sie bereits frühzeitig dagegen arbeiten und folgende Empfehlungen in Ihrem Arbeitsalltag berücksichtigen:

  1. Auch mal Nein sagen

Hier sind besonders die sehr Gewissenhaften, die 150%igen gefährdet. Vor allem müssen dies Frauen lernen, auch mal Nein zu sagen, Aufgaben abzulehnen und Verantwortung an Andere abzugeben. Es gilt hier sich selbst Grenzen zu setzen und sich selber vor Überlastungen zu schützen. Gerade wenn man die einem übertragenen Aufgaben gewissenhaft und schnell erledigt hat, bekommt man von seinen Vorgesetzten umso mehr Arbeit, da man sie ja schnell und sorgfältig fertigstellt. Hier gilt es sich frühzeitig Freiräume zu schaffen und Struktur in den Arbeitsalltag bringen

Vorrangig ist Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und frühzeitig eine Priorität der Arbeitsaufgaben zu erstellen. Der Arbeitsalltag muss durchstrukturiert und die Organisation klar sein. Nur wenn der Arbeitsrhythmus geregelt ist und der administrative Aufwand so klein wie möglich gehalten wird, können schwierige Aufgaben erledigt werden.

 

2. Einfach mal Abschalten

Man sollte sich genügend Zeit nehmen, um sich vom Arbeitsalltag zu erholen; dies gilt vor allem für den Abend, das Wochenende und die Urlaubstage. Nur wenn Sie sich mit anderen Dingen beschäftigen, die Ihnen am Herzen liegen, können Sie sich wieder schnell nach einem anstrengenden Arbeitsalltag regenerieren. Auch kleinere Pausen im Alltag und regelmäßige Erholungsurlaube sind entscheidend, wobei die Betonung auf Erholung liegt. Auf jeden Fall sind PC und Handy beruflich abzuschalten.

 

3. Für ein gutes Arbeitsklima sorgen

Eine gezwungene und unangenehme Arbeitsatmosphäre ist zu vermeiden und schnellstmöglich zu verbessern. Dies vermeidet eine schlechte Stimmung. Grundlage hierfür ist das offene und kollegiale Gespräch sowie Team- und Einzelsupervisionen.

 

4. Ausgleich durch Sport und Familie

Besonders bei einer überwiegend sitzenden Tätigkeit ist regelmäßige körperliche Bewegung entscheidend. Dies führt zu einer Verbesserung der Muskelfunktionen, zur Einschränkung des Hungergefühls, einer Verbesserung der Schlafqualität und der Abwehrkräfte. Als Ausgleich zu der sitzenden Tätigkeit sollte viel Sport getrieben werden, wobei keine Höchstleistungen angestrbt werden sollten. Auch nur ein kleiner täglich Spaziergang ist bereits sehr hilfreich. Auch die Pflegevon Freunschaften ist  sehr wichtig. In der Familie kann durch Ablenkung und Hin- bzw. Zuwendung neue Kraft für den Alltag getankt werden.

 

5. Auf die Ernährung achten

Das Essen sollte langsam ausgewogen und gehaltvoll mit Genuss erfolgen. Ungeeignet sind der kleine Snack zwischendurch oder die Schokoladenstücke am Computer. Empfehlenswert sind feste Zeiten z. B. in der Mittagspause ohne dabei über Unangenehmes zu sprechen.

 

6. Frühzeitig Hilfe suchen

Sollte Sie bei sich erste Anzeichen eines Burn-out wahrnehmen, so sollte Sie unverzüglich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen und sich nicht vor Angst schämen. Die meisten Menschen gehen viel zu spät zu einem Vertrauten oder Arzt mit psychologischen Kenntnissen.

 

Vorbeugend können auch Supervisionen, Coaching oder Balint-Gruppen in Anspruch genommen werden. Zur eigenen ersten Einschätzung kann auch der Selbsttest von Maslach & Jackson (Maslach Burnout Inventory, MBI) angewendet werden, wobei mit 22 Fragen die Erschöpfung, die reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit und die Depersonalisierung abgefragt werden.

 

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