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Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Thomas Wustrow
Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Kornmesser
Prof. Dr. med. Dr. med. h.c. mult. H. P. Zenner
und Kollegen

HNO
Gemeinschaftspraxis

Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Thomas Wustrow
Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Kornmesser
Prof. Dr. med. Dr. med. h.c. mult. H. P. Zenner
und Kollegen

Behandlung einer chronischen Rhinosinusitis und Bronchitis

Ein chronischer Atemwegsinfekt hat oft seine Ursache in einer Behinderung der Nasenatmung und ist gekennzeichnet mit Verschleimung in der Nase und den Nasennebenhöhlen sowie Kopfdruck und gelegentlichen Kopfschmerzen.

Dabei läuft der Schleim aus den Nasennebenhöhlen nach hinten den Rachen entlang (post-nasal drip) in die Bronchien. Hier ist von HNO-ärztlicher Seite frühzeitig eine Verschlimmerung der akuten Rhinosinusitis in eine chronische Verlaufsform ggf. mit zusätzlicher Bronchitis zu verhindern. Etwa 2,2 Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer chronischen Rhinosinusitis, das heißt, wenn der Verlauf länger als 12 Wochen dauert oder mehr als 4 akute Episoden pro Jahr auftreten. Chronische Atemwegsinfekte im oberen Bereich gehen fast immer mit einer reduzierten mukoziliären Clearance, das heißt einer eingeschränkten Selbstreinigung der Schleimhäute in der Nase und den Nasennebenhöhlen einher. Folglich schwellen die Schleimhäute in der Nase und den Nasennebenhöhlen an und das Sekret wird gestaut. Zusätzlich erfolgt dann nicht selten eine bakterielle Superinfektion mit Staphylokokkus aureus, sodass somit ein Teufelskreis mit komplettem Sekretstau und entzündlicher Schleimhautanschwellung entsteht. Frühzeitig eingesetzt wirken hier effektiv eine HNO-ärztliche Reinigung der oberen Atemwege und pflanzliche Schleimlöser (Sekretolytika) durch eine Steigerung der Zilienschlagfrequenz des respiratorischen Epithels (Atemschleimhäute) zusammen mit einer Befeuchtung der Schleimhäute (Sekrethydratation), sodass die Selbstreinigungsmechanismen der oberen Atemwege wieder in Gang gesetzt werden. In einer randomisierten placebokontrollierten klinischen Studie konnte eine Verbesserung in 40% erreicht werden. Erst wenn dies nicht mehr hilft, müssen die Belüftungswege durch die Nase (Nasenscheidewandkorrektur) und zu den Nasennebenhöhlen (funktionelle endoskopische Sinus Operation, FESS) operativ verbessert werden. Dies führt bei sorgfältiger Operation und vor allem intensiver postoperativer endoskopischer (!) Nachpflege zu sehr guten Resultaten, wie wir es in unserer HNO-Gemeinschaftspraxis seit vielen Jahren erfolgreich durchführen.

Auch bei einer chronischen Bronchitis hilft die konservative Behandlung mit Phyto-basierten Mukolytika (pflanzliche Schleimlöser), und es kann die Verschlechterung bei einer chronischen Bronchitis und die Gabe von Antibiotika reduziert werden.

 

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