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HNO
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Festtagsessen mit Folgen – „Rindfleisch-Allergie"

Wenn zu einen Festtagsessen oder einer Grill-Party die Familie oder Freunde zu Besuch kommen, sollte es eigentlich ein schönes Fest werden. Es wird dann gerne ein Rinderbraten serviert oder Rindfleisch gegrillt und Rotwein getrunken. Sollte man nach solch’ einem Festessen nachts aufwachen, überall Juckreiz verspüren und sogar eine Atemnot eintreten, dass unter Umständen ein Notarzt gerufen werden muss, so könnte dies eine Allergie auf Rindfleisch sein.

 

Auf jeder Zelloberfläche von Fleisch (Ausnahme der Mensch und Menschenaffen) kommen Zuckermoleküle 1,3 Galaktose (= Galaktose-alpha) vor. Theoretisch könnte jeder Mensch allergisch auf Fleisch eines Säugetiers reagieren, jedoch ist die Empfindlichkeit sehr unterschiedlich. Bei den Menschen, bei denen eine Rindfleisch-Allergie vorliegt, lassen sich mit einer exakten Allergendiagnostik im Blut Antikörper gegen das Zuckermolekül 1,3 Galaktose (= Galaktose-alpha) nachweisen.

 

Auch Patienten nach größeren Operationen können einen heftigen Hautausschlag bekommen als allergische Reaktion auf Infusionen mit gelatinehaltigen Produkten. Solche Infusionen werden gegeben, um größere Blutverluste auszugleichen. Reaktionen auf Schweine- und Hühnerfleisch sind meistens nur sehr gering, sodass sie im Allgemeinen gut vertragen werden. Allerdings können die Beschwerden durch körperliche Anstrengung, Alkohol und die Einnahme von Schmerzmittel deutlich verstärkt werden.

 

Einige Patienten mit einer Rindfleisch-Allergie können weiterhin Rindfleisch essen, wenn gleichzeitig auf Alkohol, körperliche Anstrengung oder Medikamente verzichtet wird. Dies muss jedoch vorher in einem Expositionstest untersucht werden. Patienten mit einer „Rindfleisch-Allergie“ müssen zusätzlich gelatinehaltige Medikamente und auch Nahrungsmittel wie zum Beispiel Gummibärchen meiden. Ihnen wird ein Allergiepass ausgestellt und zur Sicherheit Adrenalin-Autoinjektoren verordnet.

 

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